Die Ortsteile

Bezzuglio

Der charakteristischste Aspekt dieses kleinen Ortsteils an der Grenze zu Gardone Riviera ist die Anwesenheit zahlreicher Gewächshäuser für Zitronenbäume, Limonaie genannt, die teils noch unversehrt sind und teils als Wohnhäuser eine neue Verwendung fanden. Der Name Bezzuglio scheint von buza, auf It. “buca” - Loch, Graben-  abzustammen, vielleicht unter Bezug auf die darunter liegende Schlucht im Bornico-Tal.

Maclino

Die Kirche von Maclino ist den Heiligen Faustino und Giovita gewidmet. Der Name Maclino soll von dem berühmten römischen Konsul Marcus Nonius Macrinus stammen, der im II. Jahrhundert n.Ch. eine prächtige Villa in Toscolano besaß.

Vigole e Sanico

Ortsteile von Montemaderno. Der Name Vigole stammt von vicolus ab, einer Abkürzung aus dem Lateinischen vicus, “Dorf”. Sanico, weiter oben, soll sich hingegen aus dem lateinischen Wort Sennicus,“Landgut von Sennius” ableiten.

Messaga

Der Name Messaga stammt von einer lateinischen Figur, vielleicht von Messava, oder von Mettiagus. Hier wohnte die vornehme Grafenfamilie Fioravanti Zuanelli, Landbesitzer, Besitzer von Papiermühlen und Seidenfabriken, die im XVII. Jahrhundert das Kirchlein Sant’Antonio errichten ließ.

Roina

Die antike Kirche San Giorgio erhebt sich auf einer Anhöhe zwischen See und Ebnung von Brede, einem alten Moor, das von den Dominikanerbrüdern im Mittelalter urbar gemacht wurde.

Pulciano

Pulciano ist ein kleiner Ortsteil nahe Gaino, dessen Name scheinbar vom lateinischen Publicianus, “Landgut von Publicius” abstammt. Hier lebte die Familie Sgraffignoli, zu Beginn des 17. Jahrhunderts Besitzer zahlreicher Papiermühlen. Die Familie wurde 1630 von der Pest dezimiert und zog nach Toscolano in den heutigen Palazzo Bernini.

Gaino

Gaino ist der Hauptortsteil von Toscolano. Hier blieb das historische Gefüge des alten Weilers erhalten. Im Zentrum des Dorfes findet man die kleine San Sebastiano Kirche und auf dem San Michele Panorama-Hügel die Pfarrkirche, die dem Erzengel Michael gewidmet ist.

Folino e Cabiana

Folino ist ein kleiner Ort in der Nähe von Gaino. Der Name stammt von fullone(m) ab, hat sich aus dem mittelalterlichen Wort fullum/follo “follone”, entwickelt und steht für die Arbeitsstätten, die die Verwendung von fließendem Wasser vorsahen. Cabiana ist ein kleiner Weiler, der in der Antike für die Güte seines Weins bekannt war.

Cecina

Der Weiler Cecina ist wie Messaga eine der typischsten und best erhalten gebliebenen  Ortschaften des ganzen Gebietes. Enge Gassen, alte Bögen, Steinhäuser prägen das Ortsbild. In der Nähe des Dorfplatzes wohnten Paganino Paganini und sein Sohn Alessandro, berühmte Drucker aus Venedig. Hier starb 1538 Paganino. Die Pfarrkirche San Nicola auf einem kleinen Hügel ist mittelalterlichen Ursprungs.

Mornaga

Über dem Golfclub Bogliaco liegt der kleine Weiler Mornaga, der sich aus einem alten herrschaftlichen Palast und einigen Steinhäusern zusammensetzt.

Cervano

Über Cecina am Fuße des Monte Castello liegt die Ortschaft Cervano mit ihren Feldern und ländlichen Häusern. Hier befindet sich ein schöner viereckiger Hof mit herrschaftlichem Haus aus dem 19. Jahrhundert. Ein angenehmer Spaziergang führt zur Santuario della Madonna di Supina des fünfzehnten Jahrhunderts.

Bornico

Zu erwähnen ist „Villa Zanardelli von G. Zanardelli (1826-1903), Staatsmann von Format, mehrmals Minister des Königreichs Italien und Ministerpräsident. Er ließ sich vom Architekten Tagliaferri zwischen 1888 und 1892 eine schöne Villa an der Grenze zu Fasano bauen. Mit der Dekoration der Innenräume wurde sein Freund Ximenes beauftragt. Zanardelli hing sehr an diesem Wohnsitz und hier starb er auch im Dezember 1903. Die Gärten können nur anlässlich der Sommerevents besucht werden.