Das Papier Museum

Beim Polo Cartario di Maina Inferiore handelt es sich um einen faszinierenden Produktionskomplex, der in einen Ausstellungs - und Museumssitz umgewandelt wurde. In seinem Inneren durchläuft man die Etappen der Geschichte der Papierherstellung von ihren Ursprüngen bis zum 20. Jahrhundert anhand eines eindrucksvollen Ausstellungsrundgangs, der ausgehend von dem auf das 16. Jahrhundert zurückgehenden Herzen der Fabrik, in dem typische Maschinen und Ausrüstungen der Papierherstellung vom 15. bis 18. Jahrhundert nachgebildet sind, sich durch die weitläufigen oberen Säle schlängelt, die der Entwicklung der Produktionsverfahren in den ersten Phasen der Industriellen Revolution gewidmet sind.
Ausgestellt sind auch Funde, die bei archäologischen Ausgrabungen im Papiermühlental ans Tagelicht gefördert wurden, einige Filigrane, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert angefertigt wurden, und eine Büchersammlung aus der Produktion der Paganini, einer berühmten Druckerfamilie mit Werkstatt in Toscolano und Venedig in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.
Die Besichtigung endet in einem Raum der der Austellung von Vintage-Postkarten gewidmet ist; diese wurden von Andrea Derossi gespendet.

Die Papiermühle von Toscolano
Die Gründer der Papiermühle von Toscolano waren die Firmen Andrea Maffizzoli und F.lli Maffizzoli, bereits Werksinhaber im Tal der Papiermühlen. Sie beabsichtigten eine neue Papiermühle direkt am See zu bauen, die mit den modernsten Maschinen für die Papierherstellung ausgerüstet werden sollte. Das Papier sollte dabei nicht mehr aus Lappen und Lumpen, sondern aus Holzpaste gewonnen werden. Die Bauarbeiten für das neue Werk begannen im Jahr 1906; die Papiermühle wurde 1910 eingeweiht.